Proxys dienen im Kern dazu, Ihre echte IP-Adresse zu verbergen. Darüber hinaus sind sie entscheidend für den Zugriff auf geografisch eingeschränkte Inhalte, da Websites glauben, dass Ihre Anfragen aus verschiedenen Regionen stammen. Das bekannteste Beispiel hierfür sind Streaming-Seiten. „The Office“ ist beispielsweise auf Netflix nur in Großbritannien und Irland verfügbar, aber wenn Sie sich einen britischen Proxy besorgen, können Sie die Serie von überall aus ansehen.
Beim Web Scraping ist der Proxy-Pool eine der wichtigsten Komponenten. Er wird genutzt, um den Anschein zu erwecken, dass die Anfragen des Bots von verschiedenen Standorten und zu unterschiedlichen Zeiten stammen. Dies ist Ihre erste Verteidigungslinie gegen IP-Sperren. Sollte dies fehlschlagen, wird Ihre echte IP-Adresse zudem nicht vom Zugriff auf die Website ausgeschlossen.
Web-Scraper und Bots im Allgemeinen können sehr schnell eine Vielzahl von Anfragen senden. Das macht sie für die Datenerfassung so attraktiv. Doch diese Geschwindigkeit ist oft ihr Verhängnis. Websites können anhand des Verhaltens erkennen, ob die Anfragen von einer echten Person oder einem Bot stammen. Ein Mensch würde beispielsweise niemals 25 Seiten in weniger als einer Sekunde anfordern.
Fügen Sie einen Proxy dazwischen ein, oder besser noch, einen ganzen Proxy-Pool, und plötzlich haben Sie mehr Optionen. Indem Sie die Anfragen auf eine Handvoll Proxys verteilen, verändern Sie das, was die Website sieht. Das heißt: Anstatt dass eine IP 100 Anfragen auf einmal sendet, sind es nun 10 IPs, die jeweils 10 Anfragen senden. Im Idealfall senden Sie jede Anfrage über einen anderen Proxy.
Vielleicht denkst du, dass das ständige Wechseln der IPs eine riesige Mühe ist, und damit hast du recht. Deshalb haben Proxy-Anbieter die Proxy-Rotation entwickelt – ein automatisiertes System, das die IPs für dich wechselt. Die Rotation von Proxys ist der beste Weg, um sicherzustellen, dass du das volle Potenzial all deiner IPs ausschöpfst.
Tatsächlich ist großflächiges Scraping ohne einen großen, rotierenden Proxy-Pool nahezu unmöglich. Es ist wichtig, sich das Tempo einzuteilen, und darauf zu achten, wie viele Anfragen Sie in einem bestimmten Zeitraum senden dürfen, kann über Ihren Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Je größer Ihr Proxy-Pool ist, desto mehr Anfragen können Sie senden, ohne Verdacht zu erregen. Das Ergebnis ist klar – die Wahrscheinlichkeit, dass Sie blockiert werden, ist viel geringer.