Abgesehen von potenziellen rechtlichen Problemen mit bestimmten Social-Media-Websites hat ein solcher Prozess weitere Nachteile. Es ist entscheidend, diese als Komplikationen zu betrachten, die unverzüglich angegangen werden sollten.
Der erste Nachteil ist die Vielfalt der Quellen. Es ist verlockend, alle verfügbaren Informationsquellen zu nutzen. Allerdings haben alle Websites unterschiedliche Strukturen. Daher muss ein Entwickler ein Skript erstellen, das für jede einzelne Struktur funktioniert. Der Bot muss wissen, wo sich die Informationen auf der Seite befinden, um sie abrufen zu können.
Ein einfacher Algorithmus, der bei einer bestimmten Art von Website-Architektur funktioniert, funktioniert bei einer anderen nicht. Daher ist es wichtig zu entscheiden, welche Quellen genutzt werden sollen und wie die Komplexität, die Laufzeit und der Preis des Projekts festgelegt werden.
Das zweite Risiko betrifft den Umgang mit Anti-Scraping-Lösungen. Manche Websites nutzen diese, um Informationen vor anderen zu schützen. Diese Lösungen gibt es in verschiedenen Formen, von Anmeldefunktionen bis hin zu IP-Sperren. Möglicherweise können Sie einige der gewünschten Websites nicht scrapen. Oder Sie müssen eine kreative Lösung finden, um solche Maßnahmen zu umgehen.
Und das dritte Problem sind die Kosten des Projekts. Je nach Umfang und Zielen kann es sehr erschwinglich oder recht teuer sein. Wenn Sie beispielsweise einmalig Daten von ein paar Websites sammeln möchten, geht das schnell und ist relativ günstig. Die Kosten steigen jedoch erheblich, wenn Sie ständige Aktualisierungen von verschiedenen Websites benötigen.
Es gibt jedoch gebrauchsfertige Scraping-Programme wie Octoparse, die sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen nutzen können. Sie sind nicht ideal, da sie eher allgemein gehalten sind. Das bedeutet, dass sie nicht auf Ihre individuellen Bedürfnisse und Anforderungen zugeschnitten sind. Dennoch sind sie für allgemeine Recherchezwecke nützlich.
Gebrauchsfertige Lösungen sind relativ kostengünstig und basieren in der Regel auf einem Abonnement. Jeder kann sie ohne Programmierkenntnisse nutzen. Solche Software ist skalierbar, schnell und effektiv. Allerdings gibt es eine gewisse Einarbeitungszeit. Außerdem gibt es kaum bis gar keine Anpassungsmöglichkeiten, was den größten Nachteil darstellt.
Eine weitere Alternative zur Entwicklung einer eigenen Lösung ist die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen, das Data Scraping als Dienstleistung anbietet. In einem solchen Fall erhält ein Unternehmen einen maßgeschneiderten Ansatz. Dies ist im Vergleich zu bereits verfügbarer Software ein teurerer Ansatz.